Tanja Antonini

TANJA ANTONINI


Wilder Wacki

KeramikCollagen

ZEITGENÖSSISCHE SKURRIL-FIGÜRLICHE KERAMIK

Preisträgerin des oberbayerischen Kunstförderpreis SeelenArt 2026

2022-2026

Artist Statement

Ich erschaffe skurrile, oft groteske Kreaturen, die sich jeder Vorstellung von Perfektion entziehen. Manche wachsen langsam im Prozess, andere entstehen aus Fragmenten, die ich neu zusammensetze. Immer wieder werden sie verändert, gebrannt, glasiert und kombiniert – bis sie ihre eigene, manchmal unerwartete Form finden.

Material meiner Arbeit ist vor allem Porzellanguss, ergänzt durch Steinzeug. Mich interessiert, was im Material passiert: im Spannungsfeld zwischen Fragilität und Widerstand, Kontrolle und Zufall. Im Atelier entstehen Objekte, die innere Zustände aufnehmen, verdichten und wieder freigeben. Humor und Absurdität tauchen dabei immer wieder auf – nicht als Effekt, sondern als Teil des Prozesses.

Die Werkserie Zeitkörper geht von biografischen Erfahrungen aus. Stilstisch folgt sie Bildern des Science-Fiction Genres, darunter vorallem japanische Bildwelten der 1950er Jahre, in denen Körper, Technik und Transformation ineinander übergehen. Diese Bilder sind weniger als konkretes Zitat zu verstehen, sondern als atmosphärische Bühne. Die Objekte bewegen sich in meiner Vorstellung durch verschiedene Lebensphasen und tauchen in der Gegenwart wieder auf. Jedes ist einem Lebensalter zugeordnet. So entsteht eine skulpturale Chronologie persönlicher Entwicklung, in der sich Erinnerung und Imagination zu einer Einheit verbinden.

AUSSTELLUNGEN

Einzel/Gruppenausstellungen:

2026 Große Kunstausstellung AK68 Wasserburg (juriert)

2026 Preisträgerausstellung SeelenArt Galerie Bezirk Oberbayern

2025 Skulpturen[ ]Räume mit der Gruppe Kunstverhau in der Orangerie München

2025 Truderinger Kunst-Tage, München (juriert)

2024 Kunstverhau 1 im Sardenhaus, München

Videoinstallation im Stadtmuseum Neuötting

Ausstellung von Gartenkeramik bei Marianne Rahneberg in Holzhausen am Ammersee

Videoprojektionen für den Chilloutroom im Kunstpark-Ost in Zusammenarbeit mit Peter Becker

Klangwerk zu einer Videoinstallation von Andreas Hintermaier für das Goetheinstitut in Luxemburg

VITA

2024 Fortbildung bei Max Wagner, Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor

2017 Beginn einer Bildhauerausbildung bei Christiane Demenat

2016 Lebenskrise

seit 2010 eigenes Atelier für Keramik

zwischen 2001 und 2005 Geburt zweier Söhne

Kuratorin des Industriedenkmals Ampfing

Arbeit für die Landesstelle nichtstaatlicher Museen

Mitkuratorin der Ausstellung von Hermann Nitsch „Die Architektur des O.M. Theaters“ im Stadtmuseum Neuötting

Praktikum am Stadtmuseum Neuötting

1999 Abschluss mit Magister Artium

Mitglied bei Kalkspatz e.V.

Schwerpunkte in Medienkunst und Keramik

1992-1999 Studium der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Sozialpsychologie

1992 Zeichenschule Studio Zeiler

1991 Abitur, kurzer Ausflug in die Zahntechnik

1990 Leistungskurs Kunst, Facharbeit über Graffiti

1970 in München geboren

Kontakt: tema@mnet-mail.de